Jeanfi Janssens, ses parents et une vie de souvenirs
B2 French Hörübung · Französisch · Passend für fortgeschrittene Lernende
Was bedeutet „ch’ti" und woher kommt das Wort?
Ein „ch’ti“ ist jemand aus der nordfranzösischen Region Nord-Pas-de-Calais, und das Wort bezeichnet zugleich den dortigen picardischen Dialekt. Die gängige Erklärung: Im Ersten Weltkrieg prägten Soldaten aus anderen Landesteilen den Spitznamen, weil sie amüsiert waren, wie ihre nordfranzösischen Kameraden toi und moi aussprachen — aus „c’est toi, c’est moi” wurde so etwas wie „ch’est ti, ch’est mi.“ Dieses wiederkehrende „ch” blieb hängen, und die Männer wurden zu les Ch’tis. Heute tragen sie den Namen mit Stolz.
Sprachwissenschaftler weisen darauf hin, dass die Datierung auf den Ersten Weltkrieg grob ist und der genaue Auslöser umstritten bleibt. Manche führen den Namen schlicht auf den starken /ʃ/-Laut (ch-) zurück, der die picardische Sprache durchzieht, und nicht auf einen einzigen ordentlichen Satz. Wie auch immer: Das einstige Spottwort wurde zu einem Identitätssymbol. Weltbekannt wurde es 2008 mit „Bienvenue chez les Ch’tis“, der Komödie von Dany Boon über einen Südländer, der entsetzt ist, in den Norden versetzt zu werden. Mit über 20 Millionen verkauften Tickets ist es der meistgesehene französische Film aller Zeiten. (Und nein — trotz eines hartnäckigen Mythos hat ch’ti nie „klein” oder „winzig" bedeutet.)
Wortschatzfrequenz
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Wörter über dem Niveau dieses Videos
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Quelle: wordfreq 3.1.1 (allgemein) · Lexique 3.83 (gesprochen). Einteilung näherungsweise, genaue Ränge nicht gespeichert.